5 Jahre Moratorium in Schleswig-Holstein

Nachdem das OVG in Schleswig am 5. Januar 2015 die Flächen­planung der damaligen Küsten-Koalition gekippt hatte, trat in der Folge am 5. Juni 2015 das sogenannte Windkraft-Moratorium in Kraft. Dennoch konnten wir auch in diesem Jahr bereits Aus­nahme­genehmigungen für Pro­jekte unserer Kunden erhalten.

Obwohl der Landtag die Geltungsdauer auf ursprünglich zwei Jahre festgelegt hatte, wurde das Moratorium seitdem zweimal verlängert, aktuell bis Ende diesen Jahres. Die seinerzeit hohen Hürden des OVG sowie der Regierungswechsel im Jahr 2017 sind maßgeblich entscheidend dafür, dass immer noch keine juristisch einwandfreie Regional­planung verabschiedet werden konnte. Besonders problematisch für die Windbranche: Im mittlerweile dritten Entwurf stehen außerhalb der neu ausgewiesenen Windkraft­flächen etwa 1.000 alte Anlagen, die ab 2021 für ein Repowering in Frage kämen. Dazu kommt, dass neue Windenergie-Anlagen allenfalls per Aus­nahme­genehmigung errichtet werden können, für die sehr strenge Voraussetzungen gelten.

Trotz der vorherrschenden Rahmen­bedin­gungen konnten wir in diesem Jahr bereits mehrere Ausnahme­genehmigungen für Windenergie-Projekte unserer Kunden erhalten und gehen optimistisch in die zweite Jahres­hälfte.

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